
@Oliver Forstner
“Sind Sie Lehrer oder Autor?”
Es ist Abend, wahrscheinlich sollte ich längst woanders sein als am Schreibtisch, aber ich beginne diesen Newsletter mit einer Frage, die mir ein Follower stellte. Und die mich seit Jahren beschäftigt (und die ich vor 4 Jahren schon einmal versuchte zu klären). Ich glaube, die Antwort kann uns allen helfen, auch wenn eure Rollen ganz andere sind. Auch darum geht es in diesem Newsletter. Zudem geht es um den Seelenbrecher Korrektur, um praktische Methoden und Belastungsfaktoren.
Ich wollte es eigentlich schon dieses Mal das Thema “Irritation” besprechen, aber dann wäre der Newsletter zu lang geworden. Sehr kurz gesagt stellen Irritationen wunderbare Lerngelegenheiten her. Dies kann man sich zunutze machen. Habt ihr - geplant oder zufällig - mal eure Klasse mit einer ungewöhnlichen Aktion irritiert, die dann dazu führte, dass sie die Stunde nie vergessen haben? Schreibt gerne an [email protected]
Inhaltsverzeichnis
Ein kurzer Dank
Nochmal ein kurzer Dank an euch alle, die ihr den Newsletter bezieht. Besonders danken möchte ich Manuela, die alle publizierten Newsletter formal korrigiert hat. Liebe Manuela: vielen Dank nochmals an dieser Stelle! Wie das geht, steht am Ende des Newsletters. Als Mitglied kann man sich einige Vorteile sichern. Unterstützen könnt ihr mich aber auch, wenn ihr den Newsletter lest, teilt oder weiterleitet. Herzlichen Dank!
Prelude: Lehrer oder Buchautor?
In meinem Instagram-Channel schrieb mir ein Follower folgende Frage: “Sind Sie Lehrer oder Buchautor? Wofür wenden Sie Ihre Haupt-Lebenszeit auf? Ich frage das, weil Sie nur eins von beidem erstklassig machen können. Beides gleichzeitig ist nach Einstein unmöglich. Wissen Sie.” Nun könnte ich zunächst festhalten, dass ich diese Frage und den Kommentar für übergriffig halte, andererseits fordert ein öffentliches Auftreten auch ungebetene Kommentare heraus. Aber es waren andere Dinge, die mich daran beschäftigten. Zum einen, dass es nicht stimmt: Ich glaube, dass ich durch mein Schreiben, auch als es “nur” auf dem Blog stattfand, zu einem besseren Lehrer geworden bin. Durch das eigene Schreiben und die Herausforderungen und Schwierigkeiten dabei habe ich besser verstanden, wie man diese als Schüler:in überwindet. Zum zweiten glaube ich weder daran, dass man “erstklassig” sein muss, noch dass es nur eine Rolle im Leben gibt. Und das führt mich dazu, warum ich das Thema aufgreife: Ich glaube, jede Lehrerin und jeder Lehrer braucht eine andere, gewichtige Rolle.
Ich glaube, jede Lehrerin und jeder Lehrer braucht eine andere, gewichtige Rolle.
Ich bin mir sicher, dass die meisten von euch das auch wissen, denn viele von uns haben in der Zeit des Referendariats erlebt, wie es ist, nur noch auf eine Rolle reduziert zu werden, ja, sich selbst darauf zu reduzieren. Kein Film, den man sehen konnte, ohne daran zu denken, wie man ihn einsetzen könnte. Kein Lied, kein Buch, kein Text. Mit der Konsequenz, dass Freunde und Bekannte zunächst irritiert waren oder sich sogar entfernten. Wenn die besten Freunde von ihnen es nicht im besten Falle schafften, einen aufzurütteln und anzuschreien: ES GIBT NOCH ANDERES IM LEBEN!
Das ist die etwas kontraintuitive Erkenntnis, damals wie heute. Nur wenn man sich von dem, was man dauerhaft macht und das den Kopf oft wie im Schraubstock hält, entfernt, kann man sich von der anderen Seite wieder nähern. “Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr”, behauptet Rainer Maria Rilke in dem melancholisch-schönen Gedicht “Herbsttag” (1902). Das ist mir zu pessimistisch: “Wer jetzt kein Hobby hat, der holt sich eines her”, sage ich. Und dann sorge man dafür, dass es erst weit weg von der Schule ist und dann dort durchgeführt wird. Wie bitte!? Ja, wenn man ein Hobby lange genug ohne schulischen Bezug durchgeführt hat, es also unabhängig ist, dann kann man den Schritt machen, und es den Schüler:innen zeigen oder es mit ihnen tun. Und zwar unabhängig davon, ob der pädagogische Nutzen sofort ersichtlich wird. Warum? Weil man sich als Mensch zeigt, weil man zeigt, was einen begeistert und weil man mit dieser Begeisterung begeistert. Und weil die Kinder und Jugendlichen danach dürsten, die Lehrpersonen als Menschen zu sehen. Menschen, von denen sie wiederum begeistert zu werden. Ich glaube, das ist wichtig! Also spielt, puzzelt, hört Musik, tanzt, singt und zeigt, wovon ihr begeistert seid. Das wird sie begeistern.
Komfortzone verlassen: Bullshit-KI in der Lehre
Ich habe aus der Hochschule eine deprimierende Nachricht bekommen. Zunächst ein Teil der Mail: “An der Uni lassen die meisten Studis sich ihre Texte von einer KI zusammenfassen. Ich habe nun tatsächlich dieses Semester meine Studis gebeten lieber unvorbereitet zur Sitzung zu erscheinen als mit KI vorbereitet (und zwar einfach aus Klimaschutzgründen). Jetzt teilte mir eine Studentin mit, andere Lehrende würden das Textpensum erhöhen mit dem Hinweis, die Studis würden ja KI nutzen (können also doch noch mehr "lesen"). Mich macht die Vorstellung wahnsinnig, dass wir alle, die wir lehren und deren Studis oder Schüler*innen täglich KI nutzen, um ihre Hausaufgaben und Vorbereitungen zu machen, massiv zum Klimawandel beitragen und das will ich einfach nicht. Wie kann ich lehren, ohne Teil einer massiven Ressourcen-Verschwendungs- Maschinerie zu sein?”
Mich macht es wahnsinnig, dass wir alle, die wir (…) täglich KI nutzen (…), massiv zum Klimawandel beitragen.
Ich kann mir vorstellen, dass viele von euch das, was ich dazu sage, als Provokation ansehen. Aber ich sage es dennoch: Der Hinweis auf den Klimawandel ist zu weit weg, als dass man dies “lehren” könnte. Man kann es sagen, wiederholen, darauf hinweisen. Aber Effizienz schlägt hier ethische Maßstäbe. Das bedeutet nicht, dass man nicht individuell etwas machen müsste, aber ich glaube, das KI beim Lernen ein Problem darstellt, das erstmal sehr konkret ist. Und damit komme ich zur zweiten Provokation:
Mehr vom gleich ist aus meiner Sicht absoluter Bullshit: Wer auch immer meint, dass Studierende mehr zum “Lesen” bekommen sollten, weil sowieso alles von KI zusammengefasst wird, hat nichts verstanden. Übrigens auch deshalb, weil Lernen immer mit Redundanz zu tun hat. Also damit, dass man etwas lernt, was vielleicht zunächst unnütz erscheint, aber Monate oder sogar Jahre später eine Perspektive bietet, die man mit “effizientem” Lernen nicht hinbekommen hätte.
Und die dritte Provokation: Wenn ich in der Lehre wäre (was ich momentan noch nicht bin) würde ich Studierende rausschmeißen, wenn sie nicht vorbereitet wären. Denn ob man nicht mitmacht, indem man alles outsourct oder es gar nicht macht, kommt auf dasselbe raus. Nun kenne ich die Regeln nicht, aber ich würde verstehen, wenn das nicht geht. Nun, dann muss es eben eine “Renaissance des Mündlichen” geben. Das ist nochmal provokant, denn keiner kann Beschämung wollen, oder? Nun, nicht in der Schule. Wenn man aber den Studiengang wählt, das Seminar wählt und also autonom wählt, was man tut, dann muss man auch Verantwortung übernehmen. Das alles bedeutet nicht, dass man mit überraschenden Abfragen starten muss. Aber ich würde klar formulieren:
Wenn Sie in diesem Seminar sind, erwarte ich von Ihnen, dass Sie das, was Sie erarbeiten, verstehen. Wie Sie dies tun, ist zweitrangig. Und wenn Sie es nicht verstehen, dann erwarte ich, dass Sie in der Lage sind, genau zu erklären, was Sie nicht verstehen. Eine durch KI verdeutlichte Gleichgültigkeit ist in diesem Seminar nicht erwünscht.
Ist das machbar? Ist das autoritär? Ist das problematisch? Ich weiß es nicht. Ich denke nur, dass wir junge Leute davor schützen müssen, sich selbst zu täuschen. Das geht natürlich auch mit Angeboten und deshalb kommen wir jetzt endlich zu der Komfortzone. Was wäre, wenn wir einen neuen Anlauf für den Flipped Classroom versuchen? Lasst die Studierenden oder Schüler:innen zuhause etwas tun, das man schlecht auf die KI auslagern kann: Fragen stellen zu dem Thema, persönliche Verbindungen ziehen, Entscheidungen darüber treffen, wie sie vorgehen würden. Und dann lest die Texte zusammen, nach und nach, so anstrengend es sein mag, reflektiert die Praxis und wiederholt es so oft, bis dadurch ein Kompetenzerleben zustande kommt. Erst dann ist die Grundlage gegeben, es nochmal mit einer selbstverantwortlichen Hausaufgabe zu versuchen.
Berichtet gerne von den Reaktionen und eurem eigenen Gefühl [email protected]!
Download der Woche: Praxiserprobte Methoden
Das Sozialunternehmen “beWirken”, bei dem ich auch im Beirat sitze, hat die Zielsetzung, Schulen und Lehrkräfte dabei zu unterstützen, Lernen und Lehren zukunftsfähig zu gestalten. Kein Wunder, dass ich dies spannend finde. Immer wieder veröffentlichen die Verantwortlichen Bücher, die die Zielsetzung eines Wandels begleiten. Mit dem Buch “Das Methodenbuch für selbstwirksames Lernen” von Nora Hilbert, Valeria Pfeiffer und Judith Holle gibt es nun ein sehr praxisnahes Buch mit über 50 Lernmethoden. Ich habe gefragt, ob ich nicht einige davon in diesem Newsletter zur Verfügung stellen könnte - und in der Tat bekam ich gute Nachrichten. Ich hoffe sehr, dass die Methoden direkt in der Praxis genutzt werden können. Berichtet gerne. Viel Spaß!
Zum Schluss: Vor einiger Zeit habe ich eine Methode beschrieben, in der man mit Schüler:innen bis zur Mittelstufe Bewegung und Lernen miteinander verbinden kann. Die “Dialog-Roboter-Methode” pusht die Kinder zusätzlich, miteinander zu sprechen. Probiert es mal aus.
Video der Woche: Was weiß mein Handy über mich
Schon letzte Woche hat der Medienexperte Clemens Beisel ein Video bereitgestellt, mit dem man zusammen mit dem Kind (oder in der Schule) über die Handynutzung sprechen kann (schaut euch das gerne nochmal beim letzten Newsletter an). Das neue Video, indem es darum geht, wie man die Pushnachrichten abstellt, ist Teil des Formats “Family Update” auf seine Seite “Clemens hilft!” Klickt einfach auf das Bild oder auf den blau unterlegten Link und schaut es euch mit euren Kindern an.
Methoden für die Korrektur
Mail einer Abonnentin
Bevor ich mich der Korrektur widme, möchte ich euch gerne einen Teil einer Mail von einer Abonnentin mit euch teilen, die dem Aufruf folgte, ihre Korrekturmethode zu teilen (vielen Dank, liebe Nikola): Lieber Bob,
als Deutschlehrkraft an einem Gymnasium (in Bayern) gerät man zwangsläufig irgendwann an seine Kapazitätsgrenzen. Ich unterrichte derzeit eine 11. Jahrgangsstufe mit 26 SchülerInnen. Die Korrekturen hier sind sehr herausfordernd, wenn man einerseits immer noch den Glauben daran hat, dass der ein oder andere Schüler wirklich etwas mitnimmt von einer ausführlichen Korrektur, andererseits die Formulierung eines sinnvollen Kommentars - so war es bei uns an der Schule bis letztes Schuljahr gefordert- unfassbar viel Zeit in Anspruch genommen hat. Seit letztem Schuljahr dürfen wir Korrekturbögen verwenden. Das war der Gamechanger für mich. Durch die Markierung von Einzelteilen ergibt sich ein passender Satz für z. B. die Beurteilung einer Einleitung und es gibt auch immer Platz für einige zusätzliche Hinweise, aber dann nur in kurzen Sätzen oder Stichpunkten. Am Ende gibt es wenige zusammenfassende Sätze. Ich bin old school, fülle den Korrekturbogen per Hand aus und schreibe auch die abschließenden Sätze mit der Hand. Die SchülerInnen nehmen die strukturierte Korrektur sehr gut und gerne an, auch die Eltern haben mir entsprechende Rückmeldung gegeben und mir selbst erspart das wirklich sehr viel Korrekturzeit, mindestens 20 Minuten pro Aufsatz. Damit der Korrekturbogen nicht verloren geht, wird er an die Schulaufgabe drangetackert.
Ich weiß nicht, wie das Verfahren in anderen Bundesländern ist, Bayern ist ja eher etwas konservativer bei Reformen...
Vielleicht ist meine Erfahrung hilfreich für dich.
Gedanken zur Korrektur
Für diesen Newsletter betreibe ich Recherche, das ist klar. Das Problem im Internet ist nur: Es gibt zwar viel, aber oftmals schreiben alle voneinander ab. Das führt dann zum Beispiel dazu, dass mein Video zur Argumentationsstruktur von vor 5 Jahren extrem hoch gerankt wird, weil alle anderen, wenn es um das Thema geht, voneinander abschreiben. Warum beginne ich so? Nun, weil ich glaube, dass es euch wenig nützt, wenn ich euch irgendwelche ChatGPT-Hinweise gebe, wie man besser korrigiert. Ich denke schon, dass manche Veränderungen echte Gamechanger sein können, aber die offensichtlichen werden wir alle schon gegoogelt haben. Einfach deshalb, weil aus meiner Sicht als jemand, der 15 Jahre mit Deutsch, Englisch und Geschichte extrem anstrengende Korrekturfächer hatte, Korrektur das Allerschlimmste ist, was es gibt. Schlimmer als die Steuer zu machen, Socken zusammenzustecken oder das Kaninchen auszumisten (um nur wenige Beispiele zu nennen).
Dazu kam vor einiger Zeit die Erkenntnis in dem Buch “Weniger macht Schule” von Benedikt Wisniewski (kann man sich auch als Gespräch anhören), dass Korrektur keinen Lerneffekt hat. Ich hätte, ich sag’s deutlich, kotzen können: Da investiert man ohne Ende Zeit und dann bringt es nichts. Wir alle kennen das, ließen schon Korrekturen anfertigen, besprachen die Arbeit etc. Und es blieb schlimm! Es bleibt schlimm. Was also tun? Nun, schreibt es mir. Aber ich habe bestimmte Dinge geändert, die es besser gemacht haben. Nicht gut, aber besser.
Am längsten brauche ich bei der Korrektur damit, anzufangen. Da ich das weiß, ist es nicht schlimm, dass ich mein Zimmer aufräume und alles, aber auch alles mache, um nur nicht korrigieren zu müssen. Aber es bedeutet auch, dass ich immer sehr gut vorbereitet bin, so dass ich im Grunde nichts mehr nachschauen muss, was die Inhalte betrifft.
Meine (sehr gute) Fachleiterin in Deutsch legte uns nahe, einmal formal zu korrigieren, dann nochmal inhaltlich und dann noch die Arbeiten zu vergleichen. Das mache ich nicht mehr. Weil ich festgestellt habe, dass das, was ich finde, marginal ist. Dazu ist der Ertrag zu gering. Was ich tue: Nach langen Textarbeiten Stichproben miteinander vergleichen, aber nur zwei oder drei um zu schauen, ob es passt.
Ich bin wieder weg von Checklisten, zumindest fast (siehe Punkt 4). Denn in meiner Realschulzeit ist mir aufgefallen, dass formale Checklisten zwar den Anschein erwecken, dass es objektiver ist, dass aber vor allem in Deutsch Texte mehr sind als die Summe ihrer Teile. Und ich möchte die Freiheit haben, Formales oder Inhaltliches unabhängig voneinander pädagogisch zu bewerten.
Mein Gamechanger war die Auswahl des Feedbacks für die Schüler (siehe hier): Schüler:innen können auswählen, welches Feedback sie wollen. Und anstatt, dass es mir mehr Arbeit machte, freute ich mich, weil es a) Abwechslung bedeutete und die Schüler:innen b) merkten, dass ihnen das Feedback etwas gab. Und wisst ihr, wie viele Schüler:innen “gar kein Feedback” ankreuzten? Keine!
Das lag daran, dass sie schon im Unterricht mitbekamen, das Feedback was bringt (eine meiner wichtigsten Positionen in “Warum noch lernen?”: Das Lernen muss in den Unterricht"!). Das bedeutet, selbst wenn Schüler:innen kein Feedback bekommen würden, würden sie nur auf eines von vielen verzichten.
Alles in allem heißt das also: Für mich gab es weder eine Pausen- nicht eine Prioritätenstrategie: Weg vom Abarbeiten von Fehlern, hin zu dem Ziel, sinnvolles Feedback zu geben. Was sich geändert hat, war die Gewissheit, dass mit dem Feedback die Klassenarbeit ein sinnvolles Ziel hat. Und das machte die Arbeit ein wenig erträglicher. Ein wenig. Aber wie gesagt: Schreibt gerne eure Strategien! Ich glaube, die würden nicht nur mich interessieren.
Veranstaltungs- und Veröffentlichungshinweise
Auftritte
Am 24.2. unterrichte ich “Europas stärkste Schulklasse” online. Interessierte können noch teilnehmen.
Am 26.2. geht es in einer Online-Veranstaltung um KI und Englischunterricht.
Eventuell wird es zu meinem Buch Online-Lesungen geben. Aber bis zum Redaktionsschluss meines Newsletters waren diese noch nicht festgelegt. Haltet die Augen offen, wenn euch das interessiert. Ich werde es auf jeden Fall in der Story auf Instagram bekanntgeben.
Veröffentlichungen
Ich habe oben schon auf mein neues Buch hingewiesen, das 4 Tage nach Erscheinen dieses Newsletters in meinem Hausverlag Mosaik (Randomhouse) erscheint. Es heißt „Wie kommt mein Kind gut durch die Schule? Notendruck, Hausaufgabenstress und Lernfrust gemeinsam bewältigen – ein Wegweiser für Eltern.“
Der Epilog
Ich habe euch gefragt, welche Inhalte euch am meisten geben und ich freue mich, dass die meisten derjenigen, die abgestimmt haben, das Gesamtpaket gut finden. Allerdings muss ich an den Downloads arbeiten, denn die sollen natürlich auch ein Mehrwert für euch haben. Vielleicht ist der Download dieses Mal etwas für euch.

Ich hoffe, wir bleiben bei dem Deal: Wenn ihr den Newsletter gut findet, empfehlt ihn weiter oder teilt ihn mit euren Freunden.
Und schreibt mir immer gerne eine Nachricht an [email protected] Egal, ob zur Länge, den Themen, der Art und Weise oder sonstigen. Ich versuche es aufzunehmen und dazuzulernen.
Umfrage der Woche: Belastungsfaktoren
Die Umfragen, die sich direkt auf den Newsletter beziehen, sind erstmal vorbei und wir können inhaltlich werden. Meine Überlegung: Wenn in den Umfragen bestimmte Dinge besonders wichtig sind, kann ich im Newsletter darauf reagieren. Als erste Umfrage habe ich die Antworten einer Lehrkräfteumfrage des deutschen Schulportals 2024 übernommen. Manche Möglichkeiten erscheinen vage (Welche Heterogenität? Was bedeutet “leistungsschwach”?). Ich habe es dennoch dabei belassen und würde in einem weiteren Newsletter versuchen, alles dann genauer zu betrachten und nach Entlastungsmöglichkeiten zu schauen.
Was sind die größten Herausforderungen für euch als Lehrkräfte
Eins noch: Medien- und Buch-Tipp
Buch: Resonanzpädagogik
Die meisten von euch werden, wenn sie mir folgen, mitbekommen haben, dass meine momentane Leitfrage ist: “Wie kann Bildung berühren?” Sie ist für mich so fundamental, weil wir in einer Welt von KI gerade sehen, dass Indifferenz dazu führt, dass Kinder und Jugendliche ihre Aufgaben nicht mehr selbst machen und sich damit selbst täuschen. Diese Frage leitet sich von Hartmut Rosas Resonanztheorie ab. Diese hat er in einem kleinen Buch mit dem Namen “Resonanzpädagogik” für Lehrkräfte zugänglich gemacht.
Bildung gelingt dort, wo wir für einen jungen Menschen einen Ausschnitt unserer Welt, der geteilten sozialen Welt oder überhaupt der Lebenswelt, zum Sprechen bringen.
Wenn ihr euch unsicher seid, gerade kein Geld für ein weiteres Buch habt oder sowieso viel lieber hört, dann könnt ihr auch unser Gespräch im Podcast anhören. Wenn euch das bekannt vorkommt: Mit vielen Menschen, die mich inspirieren habe ich schon im Podcast gesprochen. Bei Hartmut Rosa hat es mich besonders gefreut.
Video: Wie kann Bildung berühren
Wenn wir schon dabei sind und über Berührung sprechen; und wenn wir schon einen Buch- und einen Hörtipp diesbezüglich haben; dann kann ich euch nochmals auf meinen Auftritt auf der letzten Digitalkonferenz re:publica hinweisen. Dort ging es nämlich genau darum und das in erträglichen 30 Minuten, in denen man vielleicht Essen vorbereiten oder Wäsche aufhängen kann.
Und Anfang glänzt an allen Bruchstellen unseres Mißlingens.
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