© Andreas Leitner

Das Schreiben ist tot! Es lebe das Schreiben!

Killt KI die Schrift, das Schreiben, die Schreibenden? Nein, die Bewegung geht gerade in die andere Richtung. So zumindest mein Eindruck und mein Wunsch. Dazu mehr in der kleinen Hinleitung für diesen ersten Newsletter. Oder du kannst du auch direkt über das Inhaltsverzeichnis zu den Themen gelangen. Zum Beispiel zum Referendariats-Buch als PDF, mit dem ich dich perfide hier hin gelockt habe, damit du im nächsten Schritt (hoffentlich) dableiben willst. *schrecklichlachend. Ich freue mich jedenfalls ungemein, dass du dabei bist!

Falls ihr übers Web auf den Newsletter zugreift und ihn gerne abonnieren wollt (vielen Dank!), denkt daran, die Bestätigungsmail zu klicken. Sie landet oft im Spam!

Inhaltsverzeichnis

Hier nun der Prelude: Aufreger des Tages

Überall müssen wir lesen, das KI die Kreativen ersetzt. Und die Gefahr ist real, zumindest wenn es ums bloße Abschreiben geht. Aber der Fakt, dass ihr, die ihr hier seid, diesen Text lest, der Wort für Wort aus meinen Händen fließt, beweist, dass es eine andere Bewegung gibt. Von Menschen aufeinander zu, auch im Netz. Leute merken, dass alles zu viel, zu schnell, zu drastisch geworden ist. Aber Netzwerke sind deshalb Netzwerke, weil sie aus Menschen bestehen. Noch sind die großen Social-Media-Plattformen keine chinesischen Geisterstädte, wie es sie als Warnung gibt, dass Orte und Menschen nicht existieren können. Aber während die amerikanische Tech-Elite in Podcasts über ihre posthumane  Allmachtsphantasien philosophiert, suchen Menschen wieder zaghaft Kontakt.

Und wir merken, dass wir uns alle ähnlich sind, in dem, was wir sind und sein wollen: Menschen. Menschen, die mit anderen Menschen kommunizieren, sich austauschen, sich inspirieren.

Bob Blume

Und wir merken, dass wir uns alle ähnlich sind, in dem, was wir sind und sein wollen: Menschen. Menschen, die mit anderen Menschen kommunizieren, sich austauschen, sich inspirieren. Und wenn das immer mehr machen, muss die Technologie, so die Hoffnung, irgendwann den Menschen gehorchen und nicht andersherum. Gönnt mir diese Naivität, vielleicht teilt ihr sie mit mir. Ich glaube, das wir dies auch unseren Kindern schuldig sind.

Die Menschen haben Macht, die sie auch ergreifen können. Das gilt besonders für KI. KI kann alles wissen, alles schreiben, kann formulieren und klug erscheinen. Aber sie kann kein Mensch sein, nicht wahrhaftig sein. Nur ich kann sagen, wie ich mich gerade fühle, wenn ich schreibe. Und weil ich das kann, bin ich ein Mensch. Pathetisch, aber als Vorwort diesen ersten Newsletters für mich wichtig.

Dieser Text ist gleichzeitig mein erster “Aufreger des Tages”. Aufregend.

Komfortzone verlassen: Gegen den Strich

Während ich den Newsletter geschrieben habe (was Zeit in Anspruch nahm), habe ich mir ein weiteres Format ausgesucht. Das Format funktioniert nur, wenn man es wirklich probiert. Also wirklich in der freien Wildbahn. Ok, seid ihr bereit? In der nächsten Woche oder im nächsten Monat verlässt jeder ein Mal seine Komfortzone. Ich habe hier die Perfektionisten unter euch im Sinn. Also: Wenn ihr normalerweise alles Punkt für Punkt plant, werdet ihr für eine Unterrichtsstunde mindestens eine Viertelstunde NICHTS vorplanen. Ihr dürft drüber nachdenken (und das wird euch wahnsinnig machen), aber ihr dürft es nicht notieren. Schreibt eure Erfahrungen an [email protected]!

P.S.: Ihr anderen, die gar nicht mehr so minutiös plant und alles eher offen gestaltet: Lacht nicht zu früh! Nächstes Mal kommt wieder was anderes “gegen den Strich” und da kann es auch euch treffen.

Gimmick des Monats: Referendarsbuch

Heute gibt es gleich ein ganzes Buch. Bzw. eine sehr lange PDF. Da findet ihr so ziemlich alles drin, was es für das Referendariat zu wissen und verstehen gibt. Alles weitere steht dort in einem kleinen Vorwort in der PDF. Viel Spaß!

Wegweiser-Referendariat-Newsletter-16.1.2025.pdf

Wegweiser Referendariat

Das Buch zum Referendariat

11.56 MBPDF File

Vergessene Methoden

“John Maynard! Wer ist John Maynard?”

Lacht mich nicht aus: Für diese Methode musste ich nicht einmal in alten Didaktik-Büchern suchen. Ich puste den Staub von meiner ersten antiquierten Methoden und sehe vorsichtig hin. Es ist: Auswendiglernen! Ich weiß, ich weiß. Future Skills sind sexy und angesagt. Es geht nicht um Auswendiglernen als Selbstzweck, sondern als wirksamer Kompetenzerwerb.

In meinem Deutschunterricht haben wir zusammen (also auch ich als Lehrer) lange Gedichte auswendig gelernt, zum Beispiel jene oben zitierte Ballade von Theodor Fontane. Neben der Tatsache, dass die Kinder immer mehr entdecken, das sie verstehen wollen, weil sie es so oft wiederholen, überraschen sie sich selbst. Denn sie denken oft: Das werde ich nie schaffen, das alles auswendig zu können. Und auch wenn es Kinder gibt, die es schneller können, so schaffen es doch immer alle. Manche mit ein wenig Hilfe, aber dennoch.

Eine Schülerin, mit deren Klasse ich das Gedicht in der 7. Klasse sprach, konnte es noch in der Kursstufe auswendig. Ist das nicht schön? Auswendiglernen an der richtigen Stelle fördert Sprachfähigkeit, Kompetenzerleben und Freude an der Sprache. Hat er das echt gesagt? Hat er. Aber: Ihr müsst mitmachen, nicht nur die Kinder machen lassen. Probiert es mal aus und schreibt gerne, was ihr meint.

Veranstaltungs- und Veröffentlichungshinweise

Auftritte

Am 30.1. bin ich Teil der Jury beim NRW-Schulwettbewerb von Mehr Demokratie e.V. in Duisburg

Am 3.2. ab 18 Uhr halte ich im Rahmen der DFL Fachtagung “Bundesliga bewegt” im Weserstadion eine Keynote zum Thema Ganztag, Kooperation & Bewegung

Veröffentlichungen

Ich musste ja letztes Jahr gleich zwei Bücher schreiben. Das erste erschien am 19.1. in der Reihe der Debattenbücher vom Duden-Verlag und ist eine Liebeserklärung ans Lesen und Schreiben, analysiert die Lesekrise und bietet an, wie wir wieder herausfinden. Auf Deutschlandfunk Kultur habe ich darüber gesprochen.

Das andere erscheint am 25.2.2026 in meinem Hausverlag Mosaik (Randomhouse) und richtet sich explizit an Eltern. Es heißt „Wie kommt mein Kind gut durch die Schule? Notendruck, Hausaufgabenstress und Lernfrust gemeinsam bewältigen – ein Wegweiser für Eltern.“ Bis Anfang Februar gibt es auch noch signierte Exemplare zu kaufen und ein besonderes Goodie: In drei signierte Exemplare schreibe ich, wer eine Beratung, einen halbstündigen Online-Impuls oder eine Grußbotschaft dazu bekommt. “Rent a Bob” quasi. 😄

Der Epilog

Ich habe einen völlig überambinitionierten Anspruch, den ich mit euch als eine Art Teufelspakt ans Ende schreibe: Ich möchte, dass der Newsletter so gut ist, dass ihr ihn an jemanden weiterleitet, den er auch interessieren könnte. Schaffe ich das nicht, dann ist das eben eine Rückmeldung, die direkt bei mir ankommt. Aber falls ich es schaffe: Leitet ihn gerne weiter. Das geht über die Mail oder indem ihr den Link weiterleitet. Dann können sich neue Lesende überlegen, ob sie auch Lust haben.

Und da ich mich in diesem im Vergleich kleinen, aber auch speziellen Format nochmals mehr interessiert, was ihr meint, schreibt mir immer gerne eine Nachricht an [email protected] Egal, ob zur Länge, den Themen, der Art und Weise oder sonstigen. Ich versuche es aufzunehmen und dazuzulernen. Außerdem wäre es toll, wenn ihr abstimmt, wie oft dieser Newsletter erscheinen soll. Danke euch!

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Für die Unersättlichen: Medien- und Buch-Tipp

Buch: Not giving a fuck

Es gibt wenige Bücher, die ich öfter lese. “The subtle art of not giving a fuck” oder im Deutschen “Die subtile Kunst des Draufscheißens” ist eines davon.

Who you are is defined by what you’re willing to struggle for.

Mark Manson

Der Titel sagt schon ziemlich genau, auf was man sich einlässt: Ideen, wie man seine “Fucks” verteilt. Da ich das nicht so gut schaffe, werde ich es wohl wieder lesen. Und ich kann es euch auch nur empfehlen.

Video: Nackt auf dem Berg

Ein halb nackter, tanzender Mann zeigt, was Leadership bedeutet. In unter 3 Minuten wird gezeigt, wie ein mutiges Auftreten für eine Bewegung sorgen kann. Es ist eine Metapher, aber eine gute.

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